Nach der Ernte ist vor der Ernte

2 Juli, 2019

Die Stoppelbearbeitung nach dem Drusch bereitet die neue Saison vor. Je nach Fruchtfolge, verbleibende Zeit von Ernte bis Aussaat, Bodenbearbeitungssystem sowie des Unkrautspektrums und Witterung muss entschieden werden. Ein Werkzeug kann die Herbizidanwendung auf der Stoppel sein.

Rechts Kyleo® vier Tage nach der Behandlung des Ausfallraps. Ab drei Tage nach der Anwendung könnte Weizen gedrillt werden.

Beikräuter und -gräser in den Ackerkulturen passen sich schnell an. Ackerfuchsschwanz, Trespe und Quecke ebenso eine große Vielfalt an Unkräutern nehmen zu, besonders die schwerbekämpfbaren wie Ackerkratzdistel, Ackerschachtelhalm, Ackerwinde und Knötericharten. Um diese innerhalb der Fruchtfolge zu bekämpfen, müssen alle Werkzeuge genutzt werden: Bodenbearbeitung, Saattermin, Fruchtfolgegestaltung und auch der chemische Pflanzenschutz.

 

Kyleo® wirkt als Fertigformulierung im Gegensatz zur Mischung der Einzelkomponenten sicher gegen Quecke. Ein Additiv ist nicht nötig.

Dazu gehört die Stoppelanwendung mit dem wuchsstoff- und glyphosathaltigen Produkt Kyleo®. Unter den derzeitigen Bedingungen ist sie bedeutend, denn ohne Applikation nach der Ernte müssten sich nicht nur Anbausysteme ändern.

Das Pflanzenschutzunternehmen Nufarm entwickelte das Stoppelherbizid Kyleo®, welches mit einer maximalen Aufwandmenge von 5 l/ha 1.200 g/ha Glyphosat und 800 g/ha 2,4-D-Wuchsstoff auf den Acker bringt. Es ist gelungen, einen gegen die Wurzelunkräuter stark wirkenden Wuchsstoff auf der Stoppel und vor der Saat zur Zulassung zu bringen.


Gelungen ist ebenso, die sonst zu beobachtende Wirkungsminderung bei der unzulässigen Mischung der Komponenten, auszuschalten. Mit dieser neuen Formulierung ist es möglich, die Leistung des Glyphosats durch die Wirkungsbreite des Wuchsstoffes zu erweitern.

Der Wuchsstoffanteil im Kyleo® bringt Zusatzwirkung geg. Ackerwin-de (im Bild), Ackerschachtelhalm, Distel und andere Wurzelunkräuter.

Schnellere und sichere Wirkung gegen Beikräuter werden hier gepaart mit starker Wirkung gegen Wurzelunkräuter. Ein Zusatz von Hilfsstoffen kann ebenso entfallen. Diese Vorteile bekommt der Landwirt bei der Anwendung von Kyleo® gegen Ausfallraps, Ausfallgetreide, Ungräser und -kräuter zusätzlich mit. Mit Kyleo® gewinnt die Stoppelbehandlung als komplette Pflanzenschutzmaßnahme noch mehr an Bedeutung. Das weite Wirkungsspektrum wird Einfluss auf die Planung der anderen Herbizidapplikationen innerhalb der Fruchtfolge haben.

 

 


Zum Autor:

Torsten Mörstedt arbeitet seit 2008 bei der Nufarm Deutschland GmbH und ist als Customer Marketing Manager für die Region Nord-Ost tätig.