1. Nufarm Fachsymposium

Pressemitteilung

Am 29. Oktober 2019 fand das erste Nufarm Fachsymposium auf dem Rittergut Remeringhausen nahe Hannover statt. Rund 150 Gäste aus Handel und Beratung verfolgten die Vorträge rund um aktuelle Lösungen und Erkenntnisse für den Pflanzenschutz.

Manja Landschreiber von der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein stellte Maßnahmen vor, um den Ackerfuchsschwanz auf dem Feld besser in den Griff zu bekommen. Dabei seien in erster Linie bereits bekannte, ackerbauliche Maßnahmen wie eine spätere Aussaat, mehr Sommerungen in der Fruchtfolge, Walzen des Saatbetts und das Striegeln von Stoppeln vor der Saat von großer Bedeutung. Diese hilfreichen Maßnahmen würden allerdings in der Praxis noch immer zu wenig Anwendung finden. Hier sei es notwendig, den Landwirten diese Möglichkeiten deutlicher ins Bewusstsein zu rufen. Durch den Wegfall von immer mehr zur Verfügung stehenden Pflanzenschutzmitteln und durch die zunehmenden Resistenzen, müssten die ackerbaulichen Maßnahmen das Handeln bestimmen. Ein sinnvoller Einsatz verschiedener ackerbaulicher Maßnahmen helfe, die noch vorhandenen Wirkstoffe zur Unkraut- und Ungrasbekämpfung, zu erhalten.

Dr. Manfred Konradt ging auf die Glyphosat-Debatte ein und hob hervor, dass Glyphosat der am weltweit meist untersuchte und genutzte Pflanzenschutz-Wirkstoff sei. Glyphosat sei der Wegbereiter für eine bodenschonende Landwirtschaft, denn erst dadurch, sei eine reduzierte Bodenbearbeitung möglich, die zu verbesserter Bodenstabilität, reduzierter Erosion, weniger Wasserverlust und zur CO2-Einsparung führe. Ein großes Problem sieht Konradt in der missbräuchlichen Anwendung von Glyphosat in der Vergangenheit, was   dazu geführt hat, dass es heute in ein schlechtes Licht gerückt worden ist. Eine Reduktion des Wirkstoffes sei unbedingt notwendig, aber der Wirkstoff an sich sei für die Landwirtschaft und für den Klimaschutz nur schwer wegzudenken.

Mit Stefan Schiller stellte ein weiterer Vertreter der Firma das auf dem Wirkstoff Acetamiprid (200 g/l) basierende Insektizid Carnadine® vor, welcher in der EU kürzlich für 15 Jahre

zugelassen wurde. Die Flüssigformulierung hat unter anderem eine sichere Wirkung gegen die Pfirsichblattlaus und Schwarze Bohnenlaus in der Zuckerrübe. Darüber hinaus bildet Carnadine® einen essenziellen Baustein im Resistenzmanagement. Nufarm erwartet die reguläre Zulassung von Carnadine® für das Jahr 2022.

Das Unternehmen Zasso stellte ihren Prototypen „XPower“ vor. Eine Maschine, welche bei der Überfahrt im Feld, Strom durch die Pflanzen bis in die Wurzeln leitet, sodass die Pflanzen absterben. Voraussetzung sind grüne also wasserführende Pflanzen, damit der Strom fließen kann. Diese „Electroherb-Technologie“ ist für die Krautabtötung in Kartoffeln oder Zwischenfrüchten oder in Hackkulturen zwischen den Reihen zur Unkrautbekämpfung nützlich. Bei Fahrgeschwindigkeiten von 1 bis 6 km/h ist die Wirkung abhängig von der Biomasse und vom Wassergehalt im Boden. Je mehr Pflanzenvolumen und je mehr Wasser im Boden vorhanden ist, desto schwieriger ist es, die Pflanzen zu schädigen. Diese Möglichkeit des elektrischen Pflanzenschutzes führt zu besserer Hygiene und weniger Stress auf dem Feld.

Zu guter Letzt stellte FarmXtend ein Tool, bestehend aus Wetterstation, App und Beratungsmodulen vor, welches Landwirten bei der Anwendung von Pflanzenschutz- oder Düngemaßnahmen, Entscheidungsgrundlagen bieten soll.

 

Ansprechpartner:

Philip Steinberger

Nufarm Deutschland GmbH Im MediaPark 4e

50670 Köln

Tel.: +49 221 179179 80

Fax: +49 221 179 179 55

www.nufarm.de