Maisaussaat: Versuch zur Mulchsaat versus Direktsaat

6 Mai, 2021

Auf unserem Demo-Betrieb hat in dieser Woche die Maisaussaat begonnen. Auf der Fläche wurde vorher Futtergras (Freudenberger Terra Gold Futterstar) als nicht-abfrierende Zwischenfrucht angebaut. Dieses Jahr nutzen wir die Gelegenheit und vergleichen zwei Verfahren zur Aussaat miteinander: Die Mulchsaat und die Direktsaat.

Für die Direktsaat haben wir eine Hälfte des Feldes nach der Ernte des Futtergrases mit Amega® 360 behandelt. Die Direktsaat spart Zeit und Arbeitsaufwand da die aufwändige Bodenbearbeitung entfällt. Außerdem werden durch die Direktsaat Ressourcen geschont, da die Feuchtigkeit im Boden verbleibt.

Für die andere Hälfte des Feldes wählten wir die Mulchsaat: Dafür wurde das Feld zweimal gegrubbert und einmal mit der Kreiselegge bearbeitet. Der Nachteil dieser Art der Bodenbearbeitung besteht darin, dass der Oberboden durch Wind schnell austrocknet und im Gesamten weniger Feuchtigkeit im Boden verbleibt. Des Weiteren wird die Keimung von Unkrautsamen durch die Bodenbearbeitung angeregt, so dass wir einen höheren Bedarf für selektive Herbizide im Nachauflauf erwarten. 

In beiden Varianten haben wir außerdem ein neues Mikrogranulat getestet (in 5 von 8 Reihen), dass die Jugendentwicklung der Maispflanzen verbessern soll.

Wir sind gespannt, wie sich die beiden Bestände nebeneinander entwickeln und ob wir einen positiven Einfluss des Granulates sehen können.