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Autor
Matthias Kirchhof
Leiter Digitales Marketing
Erscheinungsdatum
30/03/2023
Welchen Beitrag leisten die Lösungen von Nufarm zur Wertschöpfungskette der Nahrungsmittelproduktion? 

Bei Nufarm sind wir stolz darauf, mit unseren Pflanzenschutzlösungen einen wichtigen Beitrag zur Ertragsfähigkeit und gesunden Bestandsführung zu leisten. Nufarm unterstützt Landwirte mit Lösungen für die großen Ackerbaukulturen Getreide, Raps, Kartoffeln und Leguminosen.

Aber wir bieten auch Produkte für Sonderkulturen an, ein Beispiel ist unser Fusilade Max in Erdbeeren. Wir sehen unsere Aufgabe darin, die Landwirtschaft mit wirtschaftlichen Produkten zu unterstützen. Konkret bedeutet das, Produkte mit verlässlicher Wirkung zu einem fairen Preis anzubieten und unseren Partnern mit regionalen Ansprechpartnern zur Seite zu stehen. 

Welchen Herausforderungen steht der Pflanzenschutz in Deutschland gegenüber? 

Die größte Herausforderung ist der Verlust einer Vielzahl von Wirkstoffen. Langwierige regulatorische Prozesse in der Zulassung neuer Produkte verschärfen diese Problematik. Darüber hinaus nimmt die Resistenzentwicklung bei Schädlingen, Krankheiten und Unkräutern zu.  

Als Teil eines globalen Unternehmens arbeiten wir an Lösungen, um mit Hilfe des integrierten Pflanzenbaus die deutsche Landwirtschaft wettbewerbsfähig zu halten. Dabei bedeuten neue Lösungen nicht automatisch neue Wirkstoffe. Auch die Überarbeitung bestehender Anwendungsempfehlungen spielt eine wichtige Rolle. So untersuchen wir derzeit in Versuchen, wie der Wirkstoff Chlortoluron bestehende ALS- und ACC-Hemmer in der Bekämpfung von Ackerfuchsschwanz nachhaltig unterstützen kann.   

Wie sehen Sie Nufarm für die Zukunft aufgestellt? 

Der Fokus unseres Portfolios liegt auf den großen Ackerbaukulturen mit hohen Selbstversorgungsgraden in Deutschland. Wir entwickeln unser Portfolio stetig weiter und bringen in den nächsten drei Jahren weitere Produkte für diese Kulturen auf den Markt. Darunter das Insektizid Carnadine, zwei Fungizide sowie eine neue Herbizidlösung.  

Sie haben zuvor die massiven Herausforderungen beschrieben, vor denen die deutsche Landwirtschaft steht. Warum glauben Sie, für diese bestens gewappnet zu sein? 

Wir bei Nufarm sehen Veränderungen als Chancen und sind in der Lage, uns schnell und agil an neue Herausforderungen anzupassen. Wir sind davon überzeugt, dass der Fokus auf die Bedürfnisse von Landwirten und Händlern der Schlüssel zum Erfolg ist. Deshalb setzen wir auf gut ausgebildete Fachkräfte aller Altersstrukturen und ein hohes Maß an fachlichem Know-how im Pflanzenbau.

Darüber hinaus investieren wir maßgelblich in die Digitalisierung unserer betriebsinternen Prozesse. Dadurch schaffen wir Transparenz, reduzieren die Fehlerquote und können noch passgenauere Kundenlösungen anbieten.  

Wie unterstützt Nufarm Landwirte bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln nach fachmännischer und integrierter Praxis?

Uns ist die fachmännische Anwendung von Pflanzenschutzmitteln ein großes Anliegen. Deshalb arbeiten wir eng an der Basis der Landwirtschaft und bieten umfassende Beratungen und Schulungen an, um sicherzustellen, dass unsere Produkte nicht nur effektiv, sondern auch korrekt eingesetzt werden. Wir bieten auf unserer Webseite tagesaktuell Gebrauchsanweisungen und Sicherheitsdatenblätter an. Darüber hinaus stehen regionale Ansprechpartner und eine eigene Beratungshotline bei Fragen mit Rat und Tat zur Seite. 

Wagen wir einen Blick in die Zukunft: Wird man kurz- bis mittelfristig alle Herausforderungen im Bereich Pflanzenschutz mit innovativen Verfahren wie NUCROP lösen können? 

Es ist mir wichtig zu betonen, dass der Einsatz von NUCROP ein wichtiger Baustein in der Landwirtschaft ist – aber nicht der einzige. Durch die Kombination verschiedener Ansätze wird es gelingen, eine gesunde und ausreichende Nahrungsmittelproduktion sicherzustellen. Trotz der kritischen Diskussionen über chemische Behandlungslösungen sind diese in vielen Bereichen notwendig und sinnvoll.

Lücken im chemischen Pflanzenschutzportfolio, sei es durch Wirkstoffwegfall oder zunehmenden Resistenzen, können nur durch die Kombination aller Werkzeuge geschlossen werden. Dazu zählen biologische Pflanzenschutzmittel, mechanische, physikalische oder biotechnische Verfahren.  

Bitte erklären Sie uns kurz, worum es sich bei NUCROP handelt. 

In den letzten beiden Jahren konnten wir unser hybridelektrische System NUCROP erfolgreich dem Markt vorführen. Neben dem Bereich der Kartoffelsikkation werden aktuell weitere Anwendungsfelder entwickelt. Um die Effektivität des Systems zu steigern, wurden für die Saison 2023 die Applikatoren optimiert, für die darauffolgenden Jahre liegt der Fokus der Entwicklung vor allem auf der Erweiterung der Arbeitsbreite. 

Warum sind insbesondere chemische Verfahren weiterhin notwendig und sinnvoll? 

Chemische Behandlungslösungen sind in vielen Bereichen notwendig und sinnvoll, da sie eine effektive und schnelle Bekämpfung von Schädlingen, Krankheiten und Schadunkräutern ermöglichen. Allerdings müssen sie sachgerecht und verantwortungsvoll eingesetzt werden, um negative Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren. 

Nufarm ist ein australisches Unternehmen mit langer Tradition. Was macht es so besonders für Nufarm zu arbeiten?

Ich schätze es, für ein Unternehmen mit über 100-jähriger Tradition zu arbeiten und dabei stets den Mehrwert für die Landwirtschaft in den Mittelpunkt des täglichen Handelns zu setzen. Im Übrigen ist Nufarm jetzt auch bereits seit 20 Jahren auf dem deutschen Markt vertreten.„Grow a better tomorrow“ ist dabei unser Motto und es macht mir Freude, hierbei mitzuwirken. 

Über Dr. Benedikt Cramer: 

Dr. Benedikt Cramer ist seit 2015 bei der Nufarm Deutschland GmbH tätig. Zunächst leitete er das Marketing. Seit 2018 ist Herr Dr. Cramer Geschäftsführer und verantwortet seitdem alle Vertriebsaktivitäten der deutschen Organisation. Zudem vertritt er als Vorstandsvorsitzender im Fachbereich Pflanzenschutz des Industrieverbandes Agrar die Interessen der Pflanzenschutzindustrie in Deutschland. 

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