Ungräser wie Acker-Fuchsschwanz, Gemeines Weidelgras und Windhalm breiten sich auf Getreideflächen in ganz Deutschland immer weiter aus. Die Ursachen sind vielfältig: milde Winter, späte Saattermine und zunehmende Resistenzen erschweren die Unkrautkontrolle. Eine nachhaltige Strategie im Herbst braucht deshalb robuste Lösungen mit unterschiedlichen Wirkmechanismen. Ein bewährter Bestandteil ist der Wirkstoff Chlortoluron, der seit Jahrzehnten erfolgreich im Getreide eingesetzt wird.

Chlortoluron ist ein Herbizidwirkstoff, der von der Pflanze sowohl über die Wurzel als auch über das Blatt aufgenommen wird. Im Inneren blockiert er das Photosystem II, einen zentralen Bestandteil der Photosynthese. Ohne Energieproduktion stirbt die Pflanze zuverlässig ab.

Besonders wichtig: Chlortoluron ist ein Photosystem-II-Hemmer (frühere HRAC-Gruppe C2) und derzeit der einzige im Getreidebau zugelassene Wirkstoff dieser Wirkungsgruppe. Damit ist Chlortoluron ein Schlüsselelement im Resistenzmanagement, speziell gegenüber resistenten Ackerfuchsschwanz- und Windhalm-Populationen.

Wirkungsweise in der Pflanze

CTU wirkt systemische - Wirkung über die Hemmung der Photosynthese.

*Quelle: KI-generiertes Bild (Microsoft Copilot)

  • Hundskerbel
  • Storchschnabel
  • Kornblume
  • Kamille
  • Vorauflauf: Basispartner für Gräsermittel 

Lentipur 700 ist DER Basisbaustein gegen Ungräser und Unkräuter im Herbst. Wir empfehlen den Einsatz von Lentipur 700 mit voller Aufwandmenge in Kombination mit einem Gräserpartner im Vorauflauf! So werden die besten Wirkungsgrade gegen Ungräser erzielt, gerade auch gegen Ackerfuchsschwanz, der mit dem Getreide aufläuft. 

Vorauflauf: Lentipur 700 als Basispartner
  • Früher Nachauflauf: In Spritzfolge zur Absicherung

Imfrühen Nachauflauf kann Lentipur® 700 im Rahmen einer Spritzfolge zur Absicherung der Ungras- und Unkrautwirkung eingesetzt werden.

Nachauflauf: Lentipur 700 in Spritzfolge

Grundsätzlich gilt, dass sich Ackerfuchsschwanz, Windhalm und Co. im Herbst einfacher und sicherer bekämpfen lassen als im Frühjahr. Daher priorisieren wir die Herbstanwendung und schaffen so die Grundlage für einen nachhaltigen Bekämpfungserfolg. 

Carmina® 640 wird ab dem Stadium BBCH 10 im Nachauflauf eingesetzt und ist eine etablierte Lösung gegen Windhalm, Kornblume, Hundskerbel und Kamille. Und Carmina kann noch mehr: mit der vollen Aufwandmenge von 3,5 l/ha zu BBCH 10 kann auch sensitiver Ackerfuchsschwanz wirksam bekämpft werden. Die Kombination von Chlortoluron und Diflufenican wirkt zuverlässig über Boden und Blatt.

  • Einsatz ab BBCH 10
  • Dosierung: 2,5 l/ha gegen Windhalm und 3,5 l/ha gegen Acker-Fuchsschwanz
  • Zielarten: Windhalm, Hundskerbel, Kornblume, Kamille, Stiefmütterchen, Ackerfuchsschwanz
  • Packlösung bei Ausfallraps: Carmina® 640 + Alliance® (→ Carmina Complett Pack)
Anwendungsempfehlung Windhalm
Anwendungsempfehlung Ackerfuchsschwanz: 3,5/ha zu BBCH 10

👉 Ob als Einzelkomponente im Lentipur® 700 oder als Komplettlösung im Carmina® 640Chlortoluron ist ein unverzichtbarer Wirkstoff für die Herbizidstrategie im Herbst. Besonders im Hinblick auf Resistenzmanagement und wachsenden Unkrautdruck bietet er Ackerbauern in Deutschland eine bewährte und praxisnahe Lösung.

Welche Wirkung hat Chlortoluron im Boden?
Chlortoluron wirkt über die Wurzel auf keimende oder aufgelaufene Ungräser und Unkräuter. Über das Blatt wird der Wirkstoff zusätzlich aufgenommen.

Wann wird Chlortoluron eingesetzt?

Chlortoluron wird hauptsächlich als Herbizid in Wintergetreide, wie Winterweizen und Wintergerste, eingesetzt, um ein- und zweikeimblättrige Unkräuter zu bekämpfen. Je nach Produkt und Kultur kann der Wirkstoff im Vor- oder Nachauflauf eingesetzt werden. Der Hauptanwendungszeitraum ist im Herbst.

Welche Herbizide enthalten Chlortoluron?

Nufarm bietet mit Lentipur® 700 und Carmina® 640 zwei formulierte Lösungen mit Chlortoluron an.

Noch Fragen? Wir beraten Sie gerne!

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