Author
Autor
Jonathan Ehrlich
Produktmanager NUCROP
Erscheinungsdatum
06/03/2024

Der Kartoffelkäfer (Leptinotarsa Decemlineata) ist ein Schädling, der sich als eine der größten Herausforderungen im Kartoffelanbau in Deutschland und anderen Teilen der Welt herausgestellt hat. Ursprünglich aus Nordamerika stammend, trat dieser Käfer erstmals im Jahr 1936 auf deutschen Kartoffelfeldern auf. Der Käfer und seine Larven können erhebliche Schäden verursachen.

Biologie und Aussehen des Käfers


Der Kartoffelkäfer ist ein auffällig gestreifter Käfer mit einer Größe von sieben bis dreizehn Millimetern. Sein markantes Erscheinungsbild mit zehn schwarzen Längsstreifen auf den Deckflügeln dient als Warnung für potenzielle Fressfeinde. Männliche und weibliche Käfer sind äußerlich nicht zu unterscheiden. Die Junglarven sind rot-braun gefärbt und weisen seitliche Punktereihen auf, während die älteren Larven eine gelbe Färbung haben.

 

Verhalten und Lebensraum des Kartoffelkäfers


Der Kartoffelkäfer bevorzugt Kartoffelpflanzen sowie andere Nachtschattengewächse wie Tomaten und Auberginen. Die Larven des Kartoffelkäfers verursachen erhebliche Schäden, indem sie Blattrand- und Lochfraß verursachen, sodass Sie in kürzester Zeit ganze Felder kahlfressen können. Der Kartoffelkäfer überwintert im Boden und verlässt sein Versteck im Frühjahr, um sich zu paaren und Eier zu legen. Die Weibchen legen bis zu 400 gelbe Eier an der Unterseite der Blätter ab, aus denen nach einigen Tagen die Larven schlüpfen. Die Larven verursachen während ihrer vierwöchigen Entwicklungszeit den größten Schaden, bevor sie sich in 10 cm Bodentiefe verpuppen und im Juli als junge Käfer schlüpfen.

Kartoffelkäfer
Larve des Kartoffelkäfers

Probleme und Schadschwellen des Kartoffelkäfers

Kartoffelkäfer können erhebliche Ernteverluste verursachen, insbesondere wenn sie in großen Mengen auftreten und ganze Felder kahlfressen. Die Ausbreitung des Kartoffelkäfers wird durch das Fehlen natürlicher Fressfeinde in Europa begünstigt und seine schnelle Resistenzbildung gegen einige Pflanzenschutzmittelwirkstoffe stellt eine zusätzliche Herausforderung dar. Die Schadschwelle zur Bekämpfung für den Kartoffelkäfer wird anhand von Eiablage und Larvenanzahl anhand von fünf Pflanzen an fünf verschiedenen Punkten im Feld kontrolliert. Es gilt beim Kartoffelkäfer: 10 kleine Larven je Pflanze.

Zur Bekämpfung des Kartoffelkäfers sollte im Sinne des integrierten Pflanzenschutzes das Modell SIMLEP1 beachtet werden. 

Mehr über das Modell SIMLEP1:

modell SIMLEP1

Bekämpfungsmethoden gegen Kartoffelkäfer


Die Bekämpfung des Kartoffelkäfers erfordert eine Kombination aus präventiven Maßnahmen, Überwachung des Schädlingsbefalls und gezielten Bekämpfungsstrategien. Zu den präventiven Maßnahmen gehören der Anbau resistenter Kartoffelsorten, die Förderung natürlicher Gegenspieler wie Laufkäfer und räuberische Wanzen, sowie biologische Bekämpfungsmethoden wie der Einsatz von Bakterien und Pilzen.

Für den konventionellen Kartoffelanbau stehen verschiedene Insektizide zur Verfügung, die je nach Entwicklungsstadium des Kartoffelkäfers und unter Berücksichtigung von Resistenzentwicklungen eingesetzt werden sollten. Biologische Bekämpfungsmethoden wie der Einsatz von Bakterienpräparaten oder Azadirachtin können ebenfalls wirksam sein.

Empfehlung von Carnadine® 200

Carnadine 200 bietet Kartoffelanbauern eine weitere Möglichkeit zur Bekämpfung des Käfers und seiner Larven. Carnadine® 200 enthält 200 g/l des Wirkstoffes Acetamiprid in flüssiger Formulierung und schützt die Kartoffelpflanzen mit systemischer Wirkung.

Empfehlung Carnadine 200 in der Kartoffel gegen Kartoffelkäfer

Kartoffelkäfer (Larve und Käfer), BBCH 21–49 und 71–79. Maximale Anwendung pro Kultur und Jahr: 1. Zugelassene Aufwandmenge: 0,125 l/ha.

Zum Produkt:

Carnadine® 200

 

 

Wir beraten Sie zur Schädlingsbekämpfung in der Kartoffel

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Über den Autor 

Jonathan Ehrlich, Produktmanager NUCROP

Jonathan Ehrlich verantwortet bei der Nufarm Deutschland GmbH seit Januar 2023 das Produktmanagement für das elektrische Sikkations-Verfahren NUCROP.

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